Donnerstag, 13. Dezember 2012

Zeichen und Wunder

Ganz "alte" Leser(innen) des Blogs werden sich dunkel erinnern, dass wir mal bei der Deutschen Bahn gefragt hatte ob wir deren kostenlos ausliegenden Regionalexpress Pläne für die R10 (HH-Hbf-(Rahlstedt)-HL-Travemünde) als Kundenservice auch bei uns auslegen dürfen.

Uns wurde damals beschieden, dass die dann zufrieden gestellten Kunden evtl. wieder kämen und erneute Ausgaben dieses Planes wünschen würden.
Wir waren ob dieser Erklärung etwas sprachlos, haben aber nicht locker gelassen.

Und kaum zwei Jahre später sind unsere Wünsche erhört worden. Die kleinen Fahrpläne sind heute gekommen - 1000 Stück.






Vielen Dank an die Deutsche Bahn für die Lieferung und den HVV für's penetrante Nachfragen!!!

Freitag, 9. November 2012

Rahlstedt in Aufruhr

In Hamburg-Rahlstedt fährt schon seit der Zeit als noch Dinosaurier lebten die R10 der Deutschen Bahn in die Innenstadt.
Die Abfahrtszeiten sind immer um fünf vor voll und fünf vor halb in Richtung Hauptbahnhof.
Mit der Fahrplanumstellung im Dezember bahnt sich nun Großes an.
Die Abfahrtszeiten der R10 ändern sich mutmaßlich (wie aus sicheren Quellen evtl. berichtet wurde) um 3-8 Minuten!!!!!!!!!
Zusätzlich gibt es eine neue U-Bahn Linie in der Innenstadt (die U4 in die Hafencity)

Seither stürmen viele Kunden den Laden und verlangen neue Fahrpläne, damit sie "ihr Leben entsprechend neu planen können" (wörtliches Zitat).
Und sind total entrüstet, dass wir die neuen Fahrpläne weder kennen noch haben. Es gibt nämlich noch keine offizielle Bestätigung der neuen Zeiten, die ja auch erst am 9.12. in Kraft treten.

Also versuchen wir täglich einigen aufgebrachten Kunden zu erklären, dass wir wirklich noch nicht wissen, was sich wie ändert - und versuchen zur Gelassenheit aufzurufen.

Aber gelassene Deutsche bei solchen schwerwiegenden Änderungen sind wirklich zu viel verlangt.


Samstag, 3. November 2012

Hypnosemörder - Historisches

Es war einmal...

...unsere Filiale in Geesthacht.
Eine ältere Dame dort war stets mit einem "Hackenporsche" unterwegs, an dem ein DIN A 2 großes Plakat prangte:

"Warnung vor dem Hypnosemörder"

Trotz eines seit längerem ausgesprochenen Hausverbot (das sie einfach ignorierte und wir sie gewähren ließen, solange sie nicht andere belästigte) ließ sie es sich nicht nehmen, in unserer Filiale immer mal wieder Kopien anzufertigen.
An einem eher finsteren Dezemberabend drehte sie sich zu meinem Kollegen herum und fragte ihn: "Sehen Sie ihn auch?"
Mein Kollege, etwas verdattert: "Wen?"
Die Dame darauf: "Wen Sie ihn nicht sehen, dann hat er sie auch schon erwischt!"

Vielen Dank an Jan

Montag, 22. Oktober 2012

Meckern hilft!

Unser Laden drohte überflutet zu werden.
Jedenfalls wurde die Pfütze vor unserem Geschäft bei etwas heftigeren Regenfälle bedrohlich groß.


Nun gibt es in Hamburg die Einrichtung des Online-Wegewarts, dem man eine Mail schicken kann wenn Wege oder Straßen in schlechtem Zustand sind.
Das haben wir bereits im Mai getan. Der hiesige Wegewart kam dann auch: Am mutmaßlich einzigen Tag in diesem Mai, an dem KEINE Pfütze zu sehen war. Auch Fotos mochte er nicht entgegen nehmen.
Überhaupt nuschelte er in einem schwer verständlichen Idiom, dass es ja gar keine Pfütze gäbe und was wir eigentlich wollen!?

Daraufhin habe wir überlegt ob es einen Sinn hat, sich über das, sagen wir mal, ausbaufähige Verhalten des Wegewartes beim Ortsamt Hamburg Wandsbek zu beschweren.
Haben wir dann gemacht, mit beigelegten Fotos, und kaum drei Wochen später bekamen wir die Antwort, dass entsprechende Erneuerungsmaßnahmen eingeleitet werden. Allerdings wurden wir um Geduld gebeten, da erst einmal festgestellt werden muss, ob das alte Material weiter verwendet werden kann.
(Vermutlich wurde dafür eine zehnköpfige Planfeststellungskomission gebildet, die dann einen fünfköpfigen Bauingenieurstrupp losgeschickt hat um die Beschaffenheit der Steine zu erkunden. Das Schreiben hat mich etwas an den Erwerb des "Passierscheines A38" erinnert ;-)

Tatsächlich kam aber Ende September ein Bautrupp und hat den Weg mit etwas Sand aufgefüllt, ein paar neue und viele alte Steine neu verlegt und alles etwas begradigt. Nun warten wir auf den nächsten großen Regen um zu sehen ob es was gebracht hat!!!
Ich bin so was von gespannt...

Freitag, 20. Juli 2012

Abenteuer XP installieren...

Neben meinem Job als Filialleiter, darf ich auch noch unseren "Computerfuhrpark" verwalten.
Meistens sind die Aufgabenstellungen ja überschaubar - aber manchmal schlägt Murphys Gesetz mit voller Kraft zu.
Gestern war es mal wieder soweit.
Einer der Hauptrechner in unserem Labor hatte sich verabschiedet. Das defekte Netzteil hat offenbar das Mainboard und die Grafikkarte in den Abgrund gezogen.
Also musste ein neuer PC her. Das ist ja grundsätzlich ein Routinejob.
OK - erster Start und - oh Schreck. Das Windows ist nicht auf Laufwerk C, sondern auf Laufwerk D installiert. Das ist etwas, womit Teile der von uns eingesetzten Software ein massives Problem haben.
Also einmal neu machen. Nach dem ersten Start habe ich das Windows XP wie gewünscht aktiviert, nach einigen Treiberinstallationen jeweils neu gestartet und danach wurde ich zur erneuten Aktivierung des Betriebssystems aufgefordert.

Also Aktivierung durchgeführt und nun landete ich am Anmeldescreen, der mich zur Aktivierung aufforderte, die mich darauf hinwies, dass die Aktivierung erfolgreich war und mich zum Anmeldescreen umleitete, der mich zur Aktivierung aufforderte, die mich darauf hinwies, dass die Aktivierung erfolgreich war und mich zum Anmeldescreen umleitete, der mich zur Aktivierung aufforderte, die mich darauf hinwies, dass die Aktivierung erfolgreich war und mich zum Anmeldescreen umleitete usw.


Das ist ein Fehler, der manchmal bei manchen XP Versionen auftritt. Microsoft hat dafür eine manuelle Fehlerbereinigung heraus gegeben, die, sagen wir mal, interessant ist (wen's interessiert: http://support.microsoft.com/?kbid=312295 ).


Ein wenig rumwurschteln in der Registry, ein paar Befehle mit der Kommandozeile. Nur leider gab es die entsprechenden Einträge und Dateien in meinem, natürlich legalen Windows, nicht. *aaaargh*
Also nochmal installieren und eine Stunde Arbeit in die Tonne. Zum Glück hatte ich eine weitere Version dabei...


Diesmal lief alles glatt bis ich die letzten Teile unserer etwas speziellen Software kopieren wollte. Genau in diesem Moment hat sich die alte Festplatte verabschiedet und sie ließ sich auch durch nichts mehr zur Herausgabe der aktuellen Daten bewegen.
Zum Glück gab es noch ein Backup. Dennoch kostet sowas dann Zeit und ist einfach zum kopfschütteln.

Aber am Ende konnten die Kolleginnen wieder produktiv arbeiten...

Sonntag, 3. Juni 2012

Mal nachgerechnet... - Off Topic


In der Hamburger Mopo am Sonntag (3.6.12, S. 48/49) gab es einen langen "Wissensbericht" über die Vernichtung des Regenwaldes.

Den habe mit Interesse gelesen und mich hinterher gefragt ob der Autor, Michael Brettin, die Zahlen mit denen er dort jongliert mal nachgerechnet hat (toll, wofür man im Urlaub Zeit hat :-).

Im dritten Absatz schreibt er:
"Betrug die weltweite Regenwaldfläche 1950 noch 36 Mio Quadratkilometer (qkm) schrumpfte sie im Jahr 2003 auf 19 Mio qkm.
Jede Stunde fallen 17 qkmTropenwald, um Bau- und Brennholz... zu gewinnen, Rohstoffe abzubauen, Staudämme und Straßen zu bauen. D.h.:In jeder Sekunde verschwindet eine Waldfläche, die so groß ist wie ein Fußballfeld" (Originaltext von Herrn Brettin, leichte Einkürzungen von mir)
  
Beim Lesen hatte ich das Gefühl, die Zahlen wären nicht so ganz richtig. Aber sie sind völlig verkehrt und das würde ich gerne dokumentieren.

Herr Brettin schreibt:
In jeder Sekunde verschwindet eine Waldfläche, so groß wie ein Fußballplatz. Rechnen wir mal ein wenig herum:

Ein Fußballplatz ist 68*105m (FIFA Bestimmungen) = 0,00714 qkm groß.

Davor steht, dass jede Stunde 17 qkm Regenwald verloren gehen.
17 qkm : 60 Min = 0,28333 qkm/min  : 60 Sek = 0,00472 qkm/sek.
Das ist etwas weniger als 2/3 Fußballplatz  Aber Fußballplatz pro Sekunde klingt ja erst mal alarmierender als 2/3 eines Fußballplatzes pro Sekunde.
Ich sehe ein, dass es sich bei Brüchen nicht um so fluffige Zahlen handelt, aber die Abweichung ist ziemlich arg. Da hätte man sicher einen besseren Vergleich finden können (so groß wie sechs Handballfelder z.B., das stimmt fast genau)

Aber auch andersrum gerechnet stimmen die Zahlen nicht.

Von 1950 - 2003 wurden 17.000.000 qkm vernichtet (von 36 Mio auf 19 Mio. verringert - nebenbei bemerkt, warum gibt es keine neueren Zahlen?)
Das sind 320.755 (gerundet) qkm pro Jahr (also 17 Mio qkm in 53 Jahren)
Ausgehend von den 17 qkm/Stunde (x24 Stunden x365 Tage) komme ich aber nur auf 148.920 qkm pro Jahr.
Entweder hat sich der Regenwaldverlust dramatisch verlangsamt, was eine gute Nachricht wäre, oder die Zahlen der letzten 53 Jahre passen nicht zu den 17 qkm/Stunde.



Das mag nun vielen wie Erbsenzählerei vorkommen aber ein bisschen rechnen finde ich bei einem zweiseitigen Bericht nicht zuviel verlangt - selbst in einem Boulevardblatt.
Dann könnte man die Quellen ja nebenbei auch mal fragen, wieso sie mit so falschen und alten Zahlen hantieren.
So ist der Bericht mehr als ärgerlich und auch nicht sehr glaubwürdig. Ich würde mir mehr Sorgfalt und Genuaigkeith bei solchen einfachen Zahlenbeziehungen wünschen.

Freitag, 11. Mai 2012

Sonnenbrille

Gestern war kein schöner Tag - so rein wettermäßig.
Grau, verregnet und tendenziell dunkel.
Dennoch kam gestern am späten Nachmittag eine junge Dame mit tiefdunkler Sonnenbrille in den Laden und beschwerte sich darüber, dass sie kaum erkennen könne, welche Scheine sie zum bezahlen benötigt.

Meine freundliche Frage, ob das womöglich an ihrer Sonnenbrille liegen könnte wurde empört zurück gewiesen.
Nein, die Regentropfen auf der Brille würden das Sehvermögen nachhaltig beeinträchtigen.
Ah ja!

Freitag, 30. März 2012

Gefährliche Strahlen, Teil 2: Kopierer

Angesichts meiner Strahlengeschichte fiel meiner Kollegin eine andere schöne Anekdote ein.
Schon vor längerer Zeit hatte sie eine Kundin am Kopierer, von der sie mit der Bemerkung begrüßt wurde, dass sie die Strahlen des Kopierers krank machen würden. Vor allem das helle Licht sei extrem schädlich für sie.
Deshalb möge doch meine Kollegin die Kopien für sie anfertigen.
Die Reaktion meiner Kollegin war ebenso spontan wie korrekt: "Aber wenn ich krank werde ist das OK?"

Es gibt erstaunlich viele Kunden gibt, die der Meinung sind, dass sie das Scanlicht des Kopierers unmittelbar erblinden lässt.

Merke: Nicht mehr masturbieren ist gefährlich für's Augenlicht, sondern kopieren :-)

Donnerstag, 29. März 2012

Gefährliche Strahlen

Auch in Reformhäusern werden Waren ja schon seit geraumer Zeit gescannt.
Nun ist rotes Licht ja bekanntlich ein hochgefährlicher Energieträger der gefährliche Strahlen in die Welt sendet.

Das jedenfalls meinte die Kundin an der Reformhauskasse vor mir.
Die Verkäuferin hatte gerade damit begonnen ihre Einkäufe einzuscannen, als die Dame dazwischen ging und mit etwas aufgebrachter Stimme forderte: "Aber die Lebensmittel beschießen Sie bitte nicht!! Die Scannerstrahlen verderben ja die energetische Integrität völlig!"
Die Verkäuferin dort kannte diesen Einwand offenbar und tippte die Barcode-Nr. kommentarlos per Hand ein.

Auf Nachfrage erzählte sie mir zwei kleine Geheimnisse:
1. Alle frischen Waren werden schon bei Wareneingang gescannt, alle haltbaren Lebensmittel beim Großhändler.
2. Sie haben täglich zwei-drei Kunden, die der Meinung sind, dass der Scanner potentiell Tod bringende Strahlen aussendet. Alle Erklärungsversuche sind völlig vergebens.